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Tauchgang im Echtzeit-Web: Erfahrungen mit der Castor Twitter LiveMap

livemap

Erkenntnisse und Schlüsse aus einem Experiment mit dem Echtzeitnetz

Was war die grundlegende Idee der Live Twitter Map zu dem Castortransport? Gregor Aisch und ich haben versucht eine Anwendung zu bieten, die nahezu in Echtzeit den Social-Media-Kanal Twitter sowohl mit einem thematischen als auch geografischen Bezug abbildet.

Dafür, dass die LiveMap in wenigen Tagen vor dem Castortransport entstand, sind wir sehr zufrieden. Mehr als 30.000 eindeutige Besucher haben die Karte bislang genutzt; was eigentlich als „proof of concept“ gedacht war, erweist sich als praxistaugliche Anwendung. Die Einbettung durch taz.de, die in der Seitenleiste ihres vielbeachteten Castortransport-Tickers darauf hinweist, brachte bislang weit mehr als 10.000 Besucher nur von dort.

Entwurf der Anwendung

Die Stärke der Karte, das muss eingeräumt werden liegt weniger in ihrer Live-Funktionalität. Die klappt manchmal nicht reibungslos. Doch die Archivfunktion wird auch in der kommenden Zeit einen nützlichen Überblick bieten, wie sich die Situation im Wendland und an der Transportstrecke entwickelte: Es lässt sich im Nachhinein in die Situationen eintauchen; Nachrichten von vor Ort dank der GPS- Funktion lesen und eben viele Tweets aufrufen, die sich auf castorrelevante Ortsangaben bezogen.

Was haben wir gelernt?

Sicher lässt sich die App noch ausbauen, der ein oder andere Bug (Programmierfehler) ausbügeln und die Usability erhöhen. Weiterlesen

Yahoo Pipes und Twitterfeed-Tutorial: Bundestag-RSS filtern

yahoo pipes schemaYahoo Pipes ist ein großartiges Werkzeug, um Informationen von Websiten oder aus anderen Datenquellen abzugreifen, zusammenzuführen und automatisiert zu filtern. Es benötigt keine großartigen Programmierkenntnisse, sondern erlaubt logische Operationen über eine grafische Oberfläche. Die so gewonnen Informationen können dann in verschiedenen Formaten veröffentlich werden (Mashup). Eben ist das Werkzeug, für dessen Nutzung ein Yahoo-Account benötigt wird, in der zweiten Version erschienen. Das Update nach drei Jahren soll schneller arbeiten und demnächst neue Funktionen erlauben, heißt es im offiziellen Blog.

Hier wird im folgenden Beschrieben, wie aus dem RSS-Feed der Bundestagswebsite alle Drucksachen, die Anfragen an und Antworten der Bundesregierungen sind, herausgesiebt werden. Weiter wird gezeigt, wie sich die Links auf das pdf-Dokument automatisch auf Twitter (twitter.com/anfrage) veröffentlichen lassen.

Wofür ist das nützlich? Nur ein kleiner Teil der Drucksachen des Bundestages sind Anfragen der Opposition bzw. Antworten der Bundesregierung auf  diese (ein anderes zu filterndes Thema wären bspw. die „Anträge). Die Anfragen selbst enthalten nicht selten interessante Informationen; die Antworten wiederrum verraten einiges über Regierungshandeln – nicht zuletzt durch die Verweigerung von Informationen. Insofern zeigt das im folgenden erklärte Verfahren ein Weg zur Arbeitserleichterung in der Recherche und dem Monitoring auf – an der alle teilhaben können, die ein RSS-Reader nutzen oder sich über Twitter mit Informationen versorgen.

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